Ordnung zur Errichtung und Betreibung elektrischer Anlagen des Kleingartenvereins „Erholung” e.V. Groitzsch

1.     Allgemeine Grundsätze

  1. Der Elektroanschluss ist vom Gartenpächter beim Vorstand zu beantragen.
    1. Elektroinstallationsarbeiten sind grundsätzlich von einer Fachfirma oder einem vom Verein bestätigten Elektriker zu erfolgen.
    2. Der Anschluss jeder Abnehmeranlage (Verteilerkasten) erfolgt über 10 Ampere-Anschlusssicherung im vorgesehenen Verteilerkasten. Die Absicherung in der Laube darf höchstens mit 10 A-Sicherung erfolgen. Der Montageort für den Zähler muss sich im trockenen Bereich befinden.
    3. Der Anschluss der Laube an den Verteilerkasten erfolgt mittels Kabel (max. 3X2,5 mm2 CU). Die Verlegung des Kabels erfolgt in einer Tiefe von mindestens 70 cm. Das Kabel ist zum Schutz vor Beschädigungen auf der ganzen Länge abzudecken und mit einem Kabelkennband zu versehen.
    4. Als Schutzmaßnahme für Personen und Sachgegenstände (Brandgefahr) ist in jeder Laube ein
      FI-Schutzschalter (alternativ RCD oder RCBO) mit einem Bemessungs-Differenzstrom von maximal 30 mA zu installieren. Für die Installation der Schutzmaßnahme gilt eine Übergangs Frist bis Ende 2022. Der FI-Schutzschalter wird einmal jährlich durch die zuständigen Vereinselektriker geprüft. Als defekt gemeldete Schutzeinrichtungen sind unverzüglich zu ersetzten. Ist die letzte Überprüfung länger als 18 Monate her, so ist auf Beschluss des erweiterten Vorstandes die Spannungsversorgung des Gartens abzustellen. Die Kostenverordung zum An- und Abklemmen des Gartens greift in diesem Fall nicht. Die Installation im Trockenbereichen kann In Unterputz-Installation erfolgen. In feuchten Räumen und in Außenanlagen hat die Installation in Feuchtraum-Ausführung zu erfolgen.
    5. Für durchzuführende Schweiß-, oder sonstige Arbeiten, für die eine höhere Absicherung im Verteilerkasten erforderlich ist, kann zeitweise die vorhandene 10 A-Sicherung durch eine 16 A-Sicherung ersetzt werden. Dazu ist vom Vorstand die Genehmigung einzuholen.
    6. Die Absicherung mit 10 A-Sicherung ist nach Abschluss der Arbeiten, spätestens innerhalb von 3 Tagen, im Verteilerkasten wieder herzustellen.
    7. Die Auswechselung der Sicherung im Verteilerkasten darf nicht durch den Gartenpächter erfolgen. Das hat nur von einem vom Vorstand bestätigten Elektriker zu erfolgen.

2.     Genehmigung, Anmeldung

  1. Für jeden Anschluss an das Elektroenergienetz ist ein Antrag an den Vorstand einzureichen, der folgendes enthalten muss:
    1. Name des Gartenpächters und Anschrift, Garten-Nr. sowie einer Skizze über geplante Verlegung des Zuleitungskabels ab Anschlusskasten bis zur Laube
    2. Erst nach der Genehmigung durch den Vorstand darf der Gartenpächter eine zugelassene Firma mit der Elektroinstallation beauftragen. Nach der Bestätigung der den Vorschriften entsprechenden Installation durch die Firma und der Übergabe der Zählernummer, des Zählerstandes, der Abnahmeprotokolle und dem verbindlichen Lageplan für das Anschlusskabel an den Vereinsvorstand wird die Anlage zur Benutzung freigegeben.

3.     Grundsätze für die Finanzierung, Instandhaltung und Pflege

  1. Die außerhalb der Gärten verlaufenden Leitungen zu den Verteilungen einschließlich der Verteilungen und der Anschlusskästen in den Gärten sind Eigentum des Vereins. Alle in der Folge anfallenden Wartungs-, und Reparaturarbeiten an der Vereinsanlage sind von allen Gartenpächtern gemeinsam zu tragen.
  2. Alle Anschlüsse innerhalb der Gärten an die Verteilerkästen sind Eigentum des Gartenpächters und sind durch diesen, wie die Elektroinstallation in der Laube, zu pflegen, zu warten und instand zu halten.
  3. Schäden an der Vereinsanlage und an Zuleitungen zu anderen Gärten, die vom Gartenpächter verursacht worden sind, sind von diesem durch eine Fachfirma beheben zu lassen und zu bezahlen.
  4. Alle Anschlusskästen sind zu beschriften.
  5. Den vom Verein bestätigten Elektrikern ist zur Kontrolle und zur Einhaltung dieser Ordnung der ungehinderte Zutritt zu den vereinseigenen Elektroeinrichtungen zu gewähren. Ist ein Gartenpächter nicht anzutreffen so kann der Elektriker auf Beschluss des erweiterten Vorstandes, den benannten Garten, ohne das Einverständnis des Pächters, betreten. Für Schäden, welche beim Betreten entstanden sind, haftet der Vorstand. Dazu muss der Gartenpächter eine Schadenmeldung innerhalb von 7 Tagen, nach dem Betreten durch den Elektriker, beim Vorstand schriftlich einreichen.
  6. Die Kontrolle der Zwischenzähler erfolgt 1 x im Jahr unangemeldet von den bestätigten Vereinselektrikern. Die Kontrolle ist zu dokumentieren.

4.     Kassierung

Die Kassierung der Energiekosten erfolgt jährlich durch die eingeteilten Elektrokassierer. Die Elektroenergieabnehmer haben dem jeweiligen Kassierer an den entsprechenden Terminen Zutritt zu den Zählern zu gewähren. Sollte eine Ablesung nicht zustande kommen, wird ein erhöhter Pauschalpreis in Rechnung gestellt. Das Entgelt für den verbrauchten Strom ist binnen eines Monats zu entrichten. Bei Nichtbezahlung der Stromrechnung wird, nach einer Frist von 14 Tagen, der Abnehmer vom Strombezug ausgeschlossen.

5.     Schlussbestimmung

Diese 1. Änderung ergänzt die am 07.03.2015 auf der Mitgliederversammlung beschlossene Ordnung und tritt mit Beschlussfassung der Mitgliederversammlung am 29.04.2022 in Kraft.

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